Die Beschaffung der Sharps Gewehre:
Den
ganzen Winter 1861 über versuchte das Kriegsministerium den Soldaten das
reguläre Infanteriegewehr (Springfield M1857) anzudrehen, aber beide Einheiten blieben
hart, vorher würden sie den Dienst quittieren. Außer
den versprochenen Sharps Gewehren würden sie keine anderen Waffen annehmen.
Ihre Hartnäckigkeit hatte Erfolg. Am 27 Januar 1862 bestellte das Ministerium
1000 Gewehre, am 6.Februar wurde die Bestellung auf 2000 Gewehre und 200.000
Schuss Munition für das 1st. und 2nd. Regiment
aufgestockt, lieferbar in 30 Tagen.
Noch
bevor die Waffen ausgeliefert werden konnten verlangte Col. Berdan eine
Änderung des Liefervertrags und einen Umbau
an den bereits fertiggestellten Waffen vorzunehmen. Er verlangte einen Doppelstecherabzug, einen gebläuten
Lauf und ein Schwertbajonett anstatt des Dreikantbajonetts. Da diese Gewehre
speziell für
Berdan's Regimenter geordert waren, glaubte die Firma Sharps, diese Vertragsänderungen
wären rechtens. Als der Chefinspektor (nach Eingang der ersten Rechnung) davon erfuhr war er außer sich vor Zorn.
Er schrieb am 12.03.1862 an die Firma Sharps, Berdan hätte weder das
Recht noch die Autorität um Änderung irgendwelcher Art anzuordnen. Alle Änderungen
die nach Eingang dieses Briefs erfolgen werden nicht mehr bezahlt. Bis dahin
wurden 500 Gewehre umgebaut und gefertigt. Die restlichen 1500 Gewehre wurden ohne Änderungen
ausgeliefert. Die Seriennummern dieser Waffen liegen bei 35.000 bis 57.000 ein
paar Wenige liegen darunter.
Nach
der Fertigstellung des Auftrages wurden die Gewehre ins Arsenal nach Fort Monroe
am 12.April 1862 geliefert. Von dort aus wurden die Gewehre an die
beiden Regimenter weitergeleitet. Das 1st. Regiment erhielt
die Gewehre am 7. Mai 1862 in Yorktown Pennsylvania, das 2nd.
Regiment bekam die Gewehre am 1. Juni bei Freddericksburg Virginia.