Geschichte als Hobby, der amerikanische Bürgerkrieg von 1861 - 1865

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Bewaffnung:

Die Scheibengewehre (Slug-Guns):

Viele der neuen Soldaten brachten ihre eigenen Gewehre mit. Man versprach ihnen, das die Regierung der Vereinigten Staaten, die Waffen für 60 Dollar das Stück abkaufen würde falls man es wünschte. Derjenige der seine Waffe nicht an die Regierung verkaufen wollte, sollte eine zusätzliche Aufwandsentschädigung von 3 Dollar im Monat erhalten. 

Diese Waffen waren in der Regel schwere Scheibenwaffen oder Wettkampfgewehre für den Schießstand von  unterschiedlichsten Kalibern mit Dioptervisierungen oder Zielfernrohren. Diese Scheibenwaffen hatten nicht selten ein Gewicht von über 10 Kilogramm. Ein richtiges Monstrum ist die Morgan Rifle mit dem Kaliber .46 und einem Gewicht von 35 Pfund, im Museum von Gettysburg. Obwohl diese Gewehre sehr genau schossen, waren sie recht unhandlich und umständlich zu handhaben. Der Ladevorgang war teilweise sehr kompliziert und dauerte daher recht lange. Nach der Schussabgabe war der Schütze wehrlos. Auch die unterschiedlichen Kaliber der Gewehre brachten keine Vorteile mit sich. Jeder Schütze musste seine Munition selbst anfertigen, und die Munition konnte von keiner anderen Waffe verwendet werden. 

Ein großer Pluspunkt für den Soldaten war allerdings das die Waffen wegen ihres umfangreichen Zubehörs und ihres großen Gewichtes auf dem Marsch nicht getragen werden mussten sondern in den Transportwagen mitgeführt wurden. Darum wehrten sich viele Soldaten dagegen als diese Waffen gegen die Sharps Gewehre ausgetauscht wurden.

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Das Colt Revolvergewehr:

Das Colt Gewehr hatte eine 5 Schuss Trommel im Kaliber .56. und wog 5,6 Kg. Das Gewehr hatte eine Lauflänge von 80 cm und war mit einem Tüllenbajonett ausgestattet. Die Soldaten schätzten zwar die hohe Feuergeschwindigkeit dieses Gewehres, konstruktionsbedingter Mängel machten es jedoch sehr unbeliebt. Die Waffe war im Feld nur schwer sauber zu halten und durch die vielen beweglichen Teile sehr störanfällig. Auch machte dem Soldaten der konstruktionsbedingte große Trommelspalt schwer zu schaffen. Beim Schuss gab es direkt vor dem Gesicht des Schützen einen riesigen Kugelblitz, der stark blendete; der vor allem auch noch, wenn man nicht genug aufpasste dem Schützen den linken Ärmel ansengte. Wenn nun auch noch vorkam das der Feuerball auf die nebenliegenden Kammern übersprang und diese zündete, konnte das sogar den Verlust der linken Hand des Schützen bedeuten.. Die Soldaten waren daher sehr froh als sie dieses unbeliebte Gewehr 2 Monate später endlich gegen ihre Sharps tauschen konnten.

[ Colt Revolvergewehr ]

Das Sharps Gewehr:

Nach eingehenden Tests verschiedener Gewehre, im Sommer 1861 entschied man sich, für die Waffe von Christian Sharps aus Hartford Conneticut.

Das Gewehr war ein Hinterlader mit Fallblockverschluss für Papierpatronen im Kaliber .52 Zoll (11,3cm). Das Gewehr hatte einer Lauflänge von 75cm, die Gesamtlänge des Gewehres betrug 119cm bei einem Gewicht von 3,6kg. Weiterhin besaß es eine automatische Setzvorrichtung für Zündhütchen ( Pellets), eine verstellbare Visierung für Entfernungen bis 900 Jard  (ca.  850m) und ein Tüllen- oder Schwertbajonett. Durch seinen Fallblockverschluss hatte das Sharps Gewehr eine wesentlich höhere Feuergeschwindigkeit als die Infanteriemuskete, es schoss viel präziser, und wesentlich weiter. Es konnte zudem in jeder Lage problemlos geladen werden. Jedoch wurden die Gewehre wegen ihres hohen Preises von 45 Dollar anfangs nicht genehmigt.

[ Sharps  Gewehr ]

 
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Stand: 22 April 2003