Geschichte als Hobby, der amerikanische Bürgerkrieg von 1861 - 1865

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Vorwort:

Beim zusammenstellen der folgenden Daten bin ich oft auf widersprüchliche oder unterschiedliche Angaben, in den mir zur Verfügung stehenden Büchern, gestoßen. Ich habe einige dieser verfänglichen Angaben weggelassen, um eine möglichst korrekte Darstellung wiederzugeben. Auch habe ich ein paar Angaben gekürzt um nicht ein Buch aus diesem Bericht zu machen. Anderseits habe ich einige Erlebnisse von Rudolph Aschmann fast wörtlich wiedergegeben, um einen kleinen Eindruck über die Art der Einsätze und den Problemen, mit denen die Soldaten täglich zu tun hatten, wiedergeben zu können.

So mancher wird sich trotzdem beschweren und sagen es war ganz anders. Er sollte aber auch bedenken dass sich die Historiker heute noch über die eine oder andere Einzelheit streiten.

Wenn man bedenkt, dass die Gesamtstärke dieser beiden Regimenter nur 0,2% der Gesamtstärke der ganzen Unionsarmee ausmachte, haben sie sich doch einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erworben. Es kam nicht selten vor, dass CS. Einheiten in Panik gerieten oder sich ganz vom Schlachtfeld zurückzogen , wenn sie hörten sie haben Berdan's als  Gegner. Diese Aussage habe ich in mehreren Büchern gefunden. Auch ist bekannt, das die Scharfschützen bereits auf 600 Meter Entfernung ihren Gegner effektiv bekämpfen konnten, wogegen  die regulären Einheiten den Gegner bis auf weniger als 250 Meter an sich heranließ bevor sie das Feuer eröffneten. Die Kampfweise der Scharfschützen unterschied sich damals wesentlich von deren der regulären Infanterie. Während diese sich in einer geschlossenen Linie zum Feuergefecht aufstellte, kämpften die Scharfschützen in kleinen Gruppen, nutzten dabei jede sich bietende  Deckung aus, und schossen gezielte Einzelschüsse anstatt eines kommandierten Salvenfeuers. Ihre Trefferquote war dadurch entsprechend hoch. Oft wurden sie auch Kompanieweise anderen Einheiten zur Unterstützung zugeteilt. 

Ihr Ruf und der daran hängenden Hochachtung war oft von zweifelhaftem Wert. Von den eigenen Truppen teilweise vergöttert oder beneidet wegen des angeblich besseren Soldes und Ausrüstung, waren auch feindselige Stimmungen nicht selten. Von den Gegnern wurden sie gefürchtet und gehasst zugleich. Als hinterhältige Meuchelmörder oder Strauchdiebe beschimpft wurden gefangene Scharfschützen nicht selten misshandelt und aufgehängt. Auch im Süden gab es diese Schützenregimenter denen das gleiche Schicksal bei Gefangennahme drohte. Ich habe da eine entsprechende Passage in einem Buch gefunden der lautete:

Als eine Gruppe von Schützen aus dem Süden gefangengenommen wurden, bangten sie schon um ihr Leben, und rechneten mit dem Schlimmsten. Als sie dann sahen, dass sie von einer Scharfschützeneinheit gefangengenommen wurden, fiel ihnen ein Stein vom Herzen.

Die traurige Bilanz dieser Regimenter:

Keine anderen Einheiten, Regimenter, Divisionen oder sogar Brigaden während des amerikanischen Bürgerkrieges hatten nicht annähernd solche hohen Abschusszahlen zu verzeichnen als das 1st. & 2nd. Regiment der United States Sharpshooters.

 

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Stand: 22 April 2003