|
|
27.
März 1862 Marsch nach Big Bethel (8 Meilen vor Hampton) Feuertaufe des 1st. Regimentes. Bei einer Aufklärungsmission die insgesamt 8 Regimenter stark war, durfte das 1st. Reg. erfahren welch undankbare Aufgaben ihnen zugedacht wurden. Währen die regulären Einheiten auf den Straßen marschierten durften die Soldaten der U.S.S.S. in den angrenzenden Wäldern rechts und links der Straßen die Flankendeckung übernehmen. Man bewegte sich durch dichtes Gestrüpp und Unterholz, häufig mussten große Umwege in Kauf genommen werden. Der Wald war teilweise so dicht das man keine 50 Schritt weit sehen konnte. Dabei sollten die Soldaten das vorgegebene Marschtempo einhalten, und für die nachfolgenden Einheiten mögliche Hindernisse in der Marschroute entfernen. Dabei wurde der erste Gefangene gemacht. Ein Konföderierter Soldat, ein Kavallerist, der in einer Baumkrone als Beobachter saß wurde beim Versuch zu fliehen angeschossen und gefangengenommen. Als das Regiment spät abends und Todmüde ins Lager zurückkam, mussten sie, laut Aschmann, auf der knietief aufgeweichten Lagerstraße und unter freiem Himmel, es war kein anderer Lagerplatz mehr vorhanden, ihr Nachtlager aufschlagen. Am nächsten Morgen waren ihre Decken am Boden festgefroren. 05.
April bis 03.Mai 1862 Belagerung von Yorktown Die Unionstruppen machte dem Beschuss eines schweren CS Geschützes sehr zu schaffen. Ein Sturmangriff kam wegen der starken Befestigungsanlagen nicht in Frage. Lt.
Bronson Martin 1st. Reg. Co. F. erhielt deshalb den Befehl mit
seiner Gruppe das Geschütz zum Schweigen zu bringen. Als sich der Leutnant mit
seinen Männern nahe genug an die Befestigung herangearbeitet hatte stellte er
fest, dass das Geschütz aus einer Schießscharte, aus Sandsäcken schoss und
während des Ladevorganges von dieser zurückgezogen wurde. Er wartete einfach
ab bis das Geschütz wieder nach Vorne geschoben wurde und gab dann seinen
Männern den Befehl so schnell sie nur konnten auf die Sandsäcke rings um die
Mündung zu feuern. Dabei wurde so viel Sand aufgewirbelt und in die
Kanonenmündung geschleudert das beim abfeuern der Kanone die Kugel im Rohr
stecken bleibt, und das Geschütz durch einen Rohrkrepierer explodiert. 18. April 1862 Vorpostengefechte bei Falmouth (Feuertaufe des 2nd. Regimentes) Lt.
Col. Francis Peteler schießt auf 700 Jard's Entfernung einem Erkundungstrupp
der Konföderierten vor die Hufe ihrer Pferde, worauf der Trupp in Panik kehrt
macht und flieht. 26.
Juni 1862 Schlacht von Mecanicsville 2
Kompanien des 1st. Reg. haben mit ein paar Scharmützlern der 13rd.
Pennsylvania Reserve Rifle Pits zwischen den Linien besetzt und schalten
Spähtrupps und Artillerie aus. Sie werden dabei
unbemerkt von einer großen Rebellenstreitmacht umgangen. Brigadegeneral
John Reynolds Kommandeur des V. Corps bemerkt es im letzten Moment. Er reitet
persönlich vor und gibt Befehl zum Rückzug. Keinen Moment zu früh, die
anstürmenden Rebellen nehmen Teile der 13rd. Pennsylvania gefangen. 27.
Juni 1862 Schlacht von Gaines Mill Ein
Aufklärungstrupp der
Scharfschützen entdeckt die Rebellenarmee unter Maj. Gen. T. J. Jackson
in einem Waldstück und eröffnet sofort das Feuer. Trotz der gewaltigen
Übermacht können die Scharfschützen die anstürmende Rebellenarmee zweimal
zurückschlagen ehe sie sich vor der Übermacht zum Corps zurück ziehen
müssen. Durch ihr entschlossenes Eingreifen bekam die Union genügend Zeit um
sich auf den bevorstehenden Angriff vorzubereiten. Lt. Col. Ripley stirbt an Hitzschlag 01.
Juli 1862 Schlacht von Malvern Hill Das 1st. Reg. hält eine dichte Schlachtlinie der C.S. auf Distanz indem sie deren Offiziere aus den Reihen schießen. Anschließend versucht der Süden den geordneten Rückzug der Unionstruppen in eine heillose Flucht zu verwandeln. Sie wollen dazu ihre Artillerie, die Richmond Howitzer's einsetzen. Diese Einheit bestand aus der Oberschicht, den Aristokratensöhnen Richmond's. Das 1st. Reg. der U.S.S.S. welche die Rückendeckung der Union übernommen hatte, bemerkte es zum Glück rechtzeitig und feuerten aus allen Rohren auf die heranpreschende Artillerieeinheit. Innerhalb 10 Minuten war die gesamte Einheit auf 10 Mann 2 Pferden und eine Kanone zusammengeschossen worden. Die Richmond Howitzer's dagegen hatten nicht einen einzigen Schuss abgeben können, ihre Überlebenden flohen in den angrenzenden Wald. Einer der Überlebenden bemerkte später dazu: „Wir erreichten das Schlachtfeld als blühende Einheit und verließen es als Wrack." Bei
dem Versuch Stonewall Jacksons Armee im Shennandoah Valley zu erreichen,
verliert das 2nd. Reg. 44 Mann durch ein Zugunglück. 30.
August 1862 Second Bull Run Berdan wird durch einen Granatsplitter verletzt. Der Splitter schlägt gegen die Brust wo sich durch den Prellschlag ein Faustgroßer Bluterguss bildet. Er nimmt sich sofort Erholungsurlaub. Er schiebt diese Verletzung noch sehr oft als Grund vor um sich von der Truppe entfernen zu können. Beide
Regimenter haben erste größere Verluste. 14.
September 1862 Schlacht von South Mountain Das
2nd. Reg. der U.S.S.S. hindert die Rebellenarmee daran den Berg zu
überqueren. Dabei erbeuten sie 2 Haubitzen. 17.
September 1862 Schlacht von Antietam (Bloddy Lane) das
2nd. Reg. beschießt die linke Flanke der Rebellenarmee und richtet großen
Schaden unter den Rebellen an da sie von der Seite in deren Stellungen hineinschießt. Am schlimmsten erwischt es die
7th. South Carolina. Sie verliert
durch das 2nd.Reg. 140 Mann von 268. Das 2nd.Reg. verliert
ebenfalls 25% seiner Männer. Als der Adj. Lewis Palmelee versucht eine
angebundene Konföderierten Fahne von einem Pfosten herunter zu nehmen, wird seine Brust von 5 Kugeln
regelrecht zerfetzt. Berdan
verlässt die Truppe noch vor der Schlacht indem
er behauptete er müsse sich um eine Lieferung vermissten Sharps Gewehren
kümmern, die mit ziemlicher Sicherheit schon längst an die Truppe ausgegeben worden waren. 19.
September 1862 Gefecht bei Blackford's Ford Die
118th. Pennsylvania wird bei der Flussüberquerung durch heftiges
Gewehrfeuer der Rebellen mehrmals zurückgeschlagen. Das 1st. Reg.
der U.S.S.S. bekommt den Auftrag ihren Feuerschutz zu übernehmen. Die 118th.
zögert immer noch. Erst als der junger Trompeter der F. Kompanie Calvin Morse
unter dem Schutz seiner Einheit alleine den Fluss überquert, folgen ihm langsam
die Männer der 118th. Pennsylvania. Die Rebellenstellungen wurden eingenommen,
jedoch holten sich die Reb's ihre Stellungen am Abend wieder zurück. Die Unionsarmee stand wieder da wo das Gefecht am Vortag begonnen hatten, auf der anderen Seite des Flusses ohne einen Meter an Bodengewinn aber mit hohen Verlusten. 13.
Dezember 1862 Schlacht von Freddericksburg Die Zwistigkeiten zwischen Col. Berdan und seinen Offizieren eskaliert. Es kommt zu einem Kriegsgerichtsverfahren indem sich Lt. Col. Caspar Trepp und Col. Berdan gegenseitig Feigheit vor dem Feind vorwerfen. Berdan's
Anschuldigungen gegen Trepp spiegelten eigentlich nur seine eigenen Handlungen
wieder. Trepp konnte darum während den Verhandlungen schnell seine Unschuld
beweisen, doch zur Enttäuschung Vieler wurden die berechtigten Anschuldigungen
gegen Berdan ebenfalls fallengelassen. Man traute sich vermutlich nicht, einen so hohen Offizier anzuklagen. Berdan hatte gute Verbindungen zum Ministerium, man behauptet, sogar Präsident Lincoln zählte zu seinen Gönnern, ein Verfahren gegen ihn hätte sich somit schnell in einen Skandal verwandeln können den man wahrscheinlich vermeiden wollte.
|
|