Papierpatronen für
Perkussionshinterladergewehre
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1 |
Wickelstab ca. 13,7mm Durchmesser +
- 0,1mm. |
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1 |
feste Unterlage |
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1 |
Flasche Express - Holzleim |
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1 |
Schere |
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Spitzenpapier vom Friseur, |
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nitriertes Papier oder Leinen kann, muss aber
nicht verwendet werden. Dünnes
Maschinenpapier geht auch, ist billiger und leichter
zu verarbeiten. Am besten eignet sich aber
das Spitzenpapier vom Friseur, das ist bereits richtig zugeschnitten und
brennt wie der Teufel völlig ohne Rückstände. |
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Da die meisten der Perk. Hinterlader
das Kaliber .54 besitzen beschränken sich auch meine Maßangaben auf dieses
Kaliber. Es ist auch nicht schwer die Maße auf ein anderes Kaliber umzurechnen.
Es gibt eine Menge Möglichkeiten um Papierpatronen herzustellen die
jedoch teilweise sehr Aufwendig sind. Da für mich die schnelle und rationelle
Fertigung am allerwichtigsten war, hat sich nach vielen tausend Patronen, die
ich schon angefertigt habe, die folgende Art der Herstellung als die schnellste
und unkomplizierteste herausgestellt.
Zuerst fertigt man sich einen
Patronenwickelstab für das entsprechende Kaliber an. Man kann Ihn aus Mangel an
Möglichkeiten aus Holz fertigen, das man vor dem Gebrauch aber gut polieren und
wachsen sollte, um ein festkleben der Papierhülsen am Stab zu vermeiden. Wenn
man aber eine dauerhafte Lösung bevorzugt kommt man um einen Stab aus Metall
nicht herum.
Der Stab ist zylindrisch ungefähr 10 -
12cm lang und hat einen Durchmesser von genau 13,7mm (Geschossdurchmesser). Er
wird an einem Ende ungefähr 5mm Tief konisch angesenkt, (Bild 1) ähnlich einem
Hohlbodengeschoss, nur nicht ganz so tief. Nachdem die Länge des Patronenlager
ausgemessen wurde (einfach den Stab mit der angesenkten Seite in das geöffnete
Patronenlager stecken, anzeichnen und abmessen. zu dem gemessenen Maß werden
2mm dazu addiert. 1mm braucht man damit man das Geschoss besser ankleben kann den
anderen Millimeter braucht man damit die fertige Patrone weit genug aus dem
Patronenlager ragt damit der Verschlussblock die Patrone sauber abschneiden
kann. Dieses Maß wird verwendet um eine Rille auf dem Wickelstab einzudrehen
(Bild 2). Eine 2 umlaufende Rille etwa 1cm länger wird benötigt als Maß für
die Platzpatronen.
Bild 1 |
Bild 2 |
Das Papier wird auf ca. 60x55 mm für
scharfe Patronen und 65x55mm für Platzpatronen zugeschnitten. Es wird mit dem
längeren Teil entlang des Wickelstabes gelegt und eingerollt, siehe Bild 1.
Dabei wird auf den letzten paar Millimetern am Blattrand etwas Express Holzleim
aufgetragen, er hält schon nach wenigen Sekunden und klebt nicht am Metall. Die
geklebte Papierhülse wird nun bis zur entsprechenden Markierung zurückgezogen
und zugedreht (Bild 4). Jetzt wird der Zipfel in den Konus geschoben, den
Wickelstab auf eine feste Unterlage gesetzt und mit einer leichten Drehung und
etwas Druck wird der Papierzipfel festgepresst. Zum Schluss wird die
fertige Papierhülse vom Stab gezogen und zum trocknen beiseite gelegt.
Die Papierhülsen für Platzpatronen
werden nach dem befüllen mit Schießpulver einfach oben zusammengefaltet und
verklebt. (Bild 6)
| Bild 6 |

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| Achtung Wichtig! |
| 1. keine Abdeckplättchen verwenden.
Diese können aus dem Lauf ausgeschossen werden und andere Personen
treffen oder verletzen.
2. Die maximalen Pulverladungen für
Platzpatronen auf Reenactments dürfen auf keinen Fall mehr als 60
Grain´s betragen. ( Versicherungstechnische Auflagen) Wer glaubt 10
Grain´s mehr oder weniger hört man nicht, der irrt gewaltig.
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Bei der Fertigung von scharfen Patronen
wird nach dem Befüllen der Hülse das Geschoss an seiner breitesten Stelle, vor
der letzten Fettrille, mit etwas Holzleim festgeklebt. Der Holzleim hält das
Geschoss ausreichend fest ohne am Geschoss kleben zu bleiben wenn es verschossen
wird. (Bild7)Fetten sollte man die Patrone erst kurz vor dem Verschießen damit
sich das Papier und die Pulverladung nicht mit dem Geschossfett voll saugen
kann.
| Bild 7 |
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Also viel Spaß beim wickeln.
Alle Angaben ohne Gewähr