Geschichte als Hobby, der amerikanische Bürgerkrieg von 1861 - 1865

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Military Etiquette

Militärische Verhaltensweisen und gesellschaftliche Regeln für Re-enactor's des American Civil War

Zusammengestellt von 1st. Ltd. Martin Seonbuchner, A. Comp. 1st. Reg. U.S. Cavalry 

Die hier aufgeführten militärischen Verhaltensweisen und gesellschaftlichen Regeln des 19. Jahrhunderts sind für eine korrekte Darstellung unerlässlich. Sie wurden für den Re-enactorgebrauch leicht modifiziert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Gruß

  1. Die National-Flagge wird von allen vorbeikommenden uniformierten Soldaten militärisch mit einem der unten aufgeführten Grußarten gegrüßt, wenn Diese vor einem öffentlichen Gebäude, einem Camp oder einem Fort an einem Flaggenmast angebracht ist.

  2. Bei Flaggen Zeremonien (Flaggen-Parade) nehmen alle, an der Zeremonie nicht beteiligte Soldaten Grundstellung ein, in Front zur Flagge

  3. Offiziere und NCO´s (Feldwebel & Unteroffiziere) werden von allen rangniederen Soldaten zuerst gegrüßt. Gegnerische Offiziere können, aber müssen nicht gegrüßt werden. (Der gegenseitige Respekt empfiehlt es allerdings, zusätzlich macht es einen guten Eindruck)

Right Hand Salut: Handfläche nach vorne, Finger gestreckt, Daumen an der Hand angelegt, an rechte Stirn anlegen. Der Ellbogen ist dabei auf Schulterhöhe.

Gruß mit dem Gewehr: Waffe in Pos. "Shoulder - Arms", Handfläche nach unten, die linke Hand, Finger gestreckt, Daumen an der Hand angelegt, auf Schulterhöhe an dei Waffe anlegen.

Gruß mit dem Säbel: Säbel aus Pos. "Shoulder - Saber", in Present Position (Säbel vor das Gesicht, den Griffkorb auf Höhe der Nase, Spitze zeigt gerade nach oben, Schneide zeigt nach links), danach sogleich die Klinge nach rechts unten abschwenken, nach dem Report zurück in "Shoulder - Saber".

Gruß im Vorbeimarsch für Einheitsführer und Second Officer´s: Der Säbel wird sechs Schritte vor der zu grüßenden Person  (oder National Flagge) aus Pos. "Shoulder - Saber", in Present Position ( Säbel vor das Gesicht, den Griffkorb auf Höhe der Nase, Spitze zeigt gerade nach oben, Schneide zeigt nach links), danach sogleich die Klinge nach rechts unten abschwenken, und sechs Schritte nach der zu grüßenden Person wieder zurück in "Shoulder - Saber" gebracht. Alle anderen Soldaten marschieren weiter gerade aus, blicken nach vorn, ohne Salut.

Die Anrede

  1. Grundsätzlich sind alle Offiziere (ob Grau oder Blau) mit Rang und Sir anzusprechen. (Der Soldat salutiert vor dem Offizier oder Ranghöheren, wartet bis er angesprochen wird und redet erst nach Aufforderung.)

  2. Anrede für alle Generalsränge:    General

  3. Anrede für alle Colonel & Ltd. Col.:    Colonel

  4. Anrede für First & Second Ltd.:    Lieutenant

  5. Anrede für NCO´s: bei Sergeant Major mit Sergeant Major; alle übrigen Sergeant-Ränge mit Sergeant und Corporal als Corporal.

Im Militärischen Dienstbetrieb wird der Offizier nie vom Soldaten direkt angesprochen sondern nur über seinen NCO. (Ausnahme während den Gefechtsdarstellungen).

Alle Offiziere, NCO´s und Private´s die sich beim Commander zum Rapport melden müssen, haben dies nur über den Adjutanten zu tun.

Zutritt zur Campstreet (Lagerstraße): haben nur die jeweiligen Company Offiziere. alle anderen Offiziere müssen den ranghöchsten NCO oder Senior Private der Einheit um Erlaubnis fragen um die Lagerstraße betreten zu dürfen. (auch ein normaler Soldat hat ein Recht auf Privatsphäre).

Allgemeine Bekleidungsregeln

  1. Bei betreten eines geschlossenen Raumes (auch Zelt oder unter einem Fly) wird die Kopfbedeckung abgenommen und bis zur Ablage an der Garderobe oder Tisch in der Hand gehalten oder unter den linken Arm geklemmt. Ausnahmen sind Soldaten im Dienst.

  2. Außerhalb eines Gebäudes wird grundsätzlich eine Kopfbedeckung getragen.

  3. Außerhalb der Company - Street wird ebenfalls grundsätzlich Jacke oder mind. eine Weste getragen. Auch außerhalb der Dienstzeit.

  4. Innerhalb der Lagerstraße ist es erlaubt die Jacke oder West auszuziehen.

  5. Wird die Jacke allerdings ohne Koppel getragen so muss der oberste der Knöpfe grundsätzlich geschlossen bleiben. Alle anderen Knöpfe können der Reihe nach von unten nach oben geöffnet werden.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Hosen haben keine Bügelfalten.

Marscherleichterung

Das Ablegen der Jacke zum Arbeitsdienst, z.B. Holz hacken, sägen oder bei Schanzarbeiten ist möglich. Zum Drill bei sehr heißem Wetter auf Anordnung des Company Offiziers oder Btl. Kommandeurs möglich. ( es darf keine rote Unterwäsche z.B. Long John sichtbar sein oder getragen werden, denn den gab es damals noch nicht).

Im Freien sind keine aufgekrempelten Ärmel oder ein entblößter Oberkörper erlaubt, mit Ausnahme zur Körperpflege. ( Das zeigen nackter Haut galt als sehr unschicklich, man läuft ja heutzutage auch nicht in Unterhosen auf der Straße herum ).

Das Koppel ist Teil der Uniform und wird auch bei offiziellen gesellschaftlichen Anlässen bis zur Aufhebung er Etiquette durch einen ranghöheren Offizier oder des Gastgebers getragen. (in der Regel ab Mitternacht).

Reitstiefel, Sporen oder Gamaschen wurden bei Tanzveranstaltungen oder Bällen grundsätzlich nicht getragen. Blankwaffen hat man vor dem Betreten der Gesellschaftsräume an der Garderobe abgelegt.

Der Officer of the Day trägt seine Schärpe (Sash) schräg über die rechte Schulter.

 
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