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Military Etiquette
Militärische Verhaltensweisen und gesellschaftliche Regeln
für Re-enactor's des American Civil War
Zusammengestellt von 1st. Ltd. Martin Seonbuchner,
A. Comp. 1st. Reg. U.S. Cavalry
Die hier aufgeführten militärischen Verhaltensweisen und
gesellschaftlichen Regeln des 19. Jahrhunderts sind für eine korrekte
Darstellung unerlässlich. Sie wurden für den Re-enactorgebrauch leicht
modifiziert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Der Gruß
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Die National-Flagge wird von allen vorbeikommenden
uniformierten Soldaten militärisch mit einem der unten aufgeführten
Grußarten gegrüßt, wenn Diese vor einem öffentlichen Gebäude, einem
Camp oder einem Fort an einem Flaggenmast angebracht ist.
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Bei Flaggen Zeremonien (Flaggen-Parade) nehmen alle, an
der Zeremonie nicht beteiligte Soldaten Grundstellung ein, in Front zur
Flagge
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Offiziere und NCO´s (Feldwebel & Unteroffiziere) werden von allen rangniederen
Soldaten zuerst gegrüßt. Gegnerische Offiziere können, aber müssen
nicht gegrüßt werden. (Der gegenseitige Respekt empfiehlt es
allerdings, zusätzlich macht es einen guten Eindruck)
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Right Hand Salut: Handfläche nach vorne, Finger
gestreckt, Daumen an der Hand angelegt, an rechte Stirn anlegen. Der
Ellbogen ist dabei auf Schulterhöhe. |
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Gruß mit dem Gewehr: Waffe in Pos.
"Shoulder - Arms", Handfläche nach unten, die linke Hand, Finger
gestreckt, Daumen an der Hand angelegt, auf Schulterhöhe an dei Waffe
anlegen. |
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Gruß mit dem Säbel: Säbel aus Pos.
"Shoulder - Saber", in Present Position (Säbel vor das Gesicht,
den Griffkorb auf Höhe der Nase, Spitze zeigt gerade nach oben, Schneide
zeigt nach links), danach sogleich die Klinge nach rechts unten
abschwenken, nach dem Report zurück in "Shoulder - Saber". |
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Gruß im Vorbeimarsch für Einheitsführer und Second
Officer´s: Der Säbel wird sechs Schritte vor der zu grüßenden
Person (oder National Flagge) aus Pos. "Shoulder - Saber", in
Present Position ( Säbel vor das Gesicht, den Griffkorb auf Höhe der
Nase, Spitze zeigt gerade nach oben, Schneide zeigt nach links), danach
sogleich die Klinge nach rechts unten abschwenken, und sechs Schritte nach
der zu grüßenden Person wieder zurück in "Shoulder - Saber"
gebracht. Alle anderen Soldaten marschieren weiter gerade aus, blicken
nach vorn, ohne Salut. |
Die Anrede
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Grundsätzlich sind alle Offiziere (ob Grau oder Blau)
mit Rang und Sir anzusprechen. (Der Soldat salutiert vor dem Offizier
oder Ranghöheren, wartet bis er angesprochen wird und redet erst nach
Aufforderung.)
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Anrede für alle Generalsränge: General
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Anrede für alle Colonel & Ltd.
Col.: Colonel
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Anrede für First & Second Ltd.:
Lieutenant
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Anrede für NCO´s: bei Sergeant Major mit Sergeant Major;
alle übrigen Sergeant-Ränge mit Sergeant und Corporal als Corporal.
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Im Militärischen Dienstbetrieb wird der Offizier nie vom
Soldaten direkt angesprochen sondern nur über seinen NCO. (Ausnahme
während den Gefechtsdarstellungen). |
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Alle Offiziere, NCO´s und Private´s die sich beim
Commander zum Rapport melden müssen, haben dies nur über den Adjutanten
zu tun. |
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Zutritt zur Campstreet (Lagerstraße): haben nur
die jeweiligen Company Offiziere. alle anderen Offiziere müssen den
ranghöchsten NCO oder Senior Private der Einheit um Erlaubnis fragen um
die Lagerstraße betreten zu dürfen. (auch ein normaler Soldat hat ein
Recht auf Privatsphäre). |
Allgemeine Bekleidungsregeln
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Bei betreten eines geschlossenen Raumes (auch Zelt oder
unter einem Fly) wird die Kopfbedeckung abgenommen und bis zur Ablage an
der Garderobe oder Tisch in der Hand gehalten oder unter den linken Arm
geklemmt. Ausnahmen sind Soldaten im Dienst.
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Außerhalb eines Gebäudes wird grundsätzlich eine
Kopfbedeckung getragen.
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Außerhalb der Company - Street wird ebenfalls
grundsätzlich Jacke oder mind. eine Weste getragen. Auch außerhalb der
Dienstzeit.
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Innerhalb der Lagerstraße ist es erlaubt die Jacke oder
West auszuziehen.
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Wird die Jacke allerdings ohne Koppel getragen so muss der
oberste der Knöpfe grundsätzlich geschlossen bleiben. Alle anderen
Knöpfe können der Reihe nach von unten nach oben geöffnet werden.
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Noch ein kleiner Tipp am Rande: Hosen haben keine
Bügelfalten. |
Marscherleichterung
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Das Ablegen der Jacke zum Arbeitsdienst, z.B. Holz hacken,
sägen oder bei Schanzarbeiten ist möglich. Zum Drill bei sehr heißem
Wetter auf Anordnung des Company Offiziers oder Btl. Kommandeurs möglich.
( es darf keine rote Unterwäsche z.B. Long John sichtbar sein oder
getragen werden, denn den gab es damals noch nicht). |
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Im Freien sind keine aufgekrempelten Ärmel oder ein
entblößter Oberkörper erlaubt, mit Ausnahme zur Körperpflege. ( Das
zeigen nackter Haut galt als sehr unschicklich, man läuft ja heutzutage
auch nicht in Unterhosen auf der Straße herum ). |
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Das Koppel ist Teil der Uniform und wird auch bei
offiziellen gesellschaftlichen Anlässen bis zur Aufhebung er Etiquette
durch einen ranghöheren Offizier oder des Gastgebers getragen. (in der
Regel ab Mitternacht). |
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Reitstiefel, Sporen oder Gamaschen wurden bei
Tanzveranstaltungen oder Bällen grundsätzlich nicht getragen.
Blankwaffen hat man vor dem Betreten der Gesellschaftsräume an der
Garderobe abgelegt. |
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Der Officer of the Day trägt seine Schärpe (Sash)
schräg über die rechte Schulter. |
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