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Das Ballkleid
ist das auffälligste Kleid der Damengarderobe. Aber, um es gleich vorwegzunehmen, auch hier handelt es sich um ein Kleidungsstück der Dame aus „gutem Hause“. Beim Ballkleid darf der Kragen den Hals verlassen, die Ausschnitte sind rund, eckig oder V-förmig – in jedem Fall aber züchtig ( der Busenansatz darf nicht zu sehen sein! ). Die Schultern sollten zumindest ansatzweise bedeckt bleiben. Wer sich gern am Film orientieren möchte, sollte es bei „Vom Winde verweht“ tun und nicht bei späteren Hollywoodvarianten. Unter diesem Kleid wurde gern der große Reifrock mit fünf oder sechs Reifen getragen. Die Stofffülle war dadurch beachtlich und auch Verzierungen kamen reichlich zum Einsatz. Die Ärmel waren meist sehr kurz (Puffärmel) oder fehlten ganz. Für viele nicht unproblematisch ist die Gestaltung der Frisur. Das Haar wurde mit Mittelscheitel getragen und die Haarspitzen durften nicht zu sehen sein. In jedem Fall wurden die Frisuren zum Ball verziert ( z.B. mit Bändern, Spitze, echten oder Seidenblumen ) und das gibt vielen heute die Möglichkeit, mangelnde Haarlänge zu verbergen.
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